10 Reaktionen zu “6 Spuren & 2 Jahre Bau”

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Hier der Bericht der Frankfurter Rundschau (Freitag-Ausgabe) zum Thema: http://www.fr-aktuell.de/frankfurt_und_hessen/lokalnachrichten/frankfurt/?em_cnt=1027658

Ich bin sehr geteilter Meinung, einerseits gut für den Direktverkehr in südlicher und nördlicher Richtung, aber für uns Bernemer ein großer Einschnitt wegen zusätzlichem Lärmpegelanstieg und zusätzlichem Feinstaub…

Matthias am 08. Dezember 2006 um 00:59

Der Lärmpegel wird sich MEHR als verdoppeln – und wenn wir (die Bürger und das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn) nicht weitere Änderungen an dem Planfeststellungsbeschluss des Riederwaldtunnels herbeiführen können, gibt es auch keinen zusätzlichen Lärmschutz!!
Den Lärmschutz, den Bornheim aktuell hat, den hat Bornheim übrigens auch nur nach viel Mühe dem Aktionsbündnis zu verdanken… Die Planer wollen selbstverständlich Geld sparen – auf unser aller Kosten. Und die OB Roth schweigt sich aus und Minister Koch reduziert den ÖPNV…

Es betrifft nicht nur Bornheim: Es geht um den GESAMTEN Frankfurter Osten…
und ich merke, wie in mir drin “Hektik” ausbricht… mir die Emotionen “durchgehen”, weil ich es als echte Bedrohung empfinde!

Was nützt es, wenn der Umweltschutz auf “Platz 2 der deutschen Sorgen” gelandet ist (lt. FR, gleich hinter dem Thema Arbeitslosigkeit), aber die Menschen nicht “aufstehen” und für ihre Rechte eintreten!?
Das Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn trifft sich regelmäßig mindestens einmal im Monat. (www.molochautobahn.de) Wer sich mitengagieren möchte, weiter informieren möchte, ist herzlich eingeladen zu kommen: Um hier noch etwas zu erreichen benötigen wir jede helfende Idee und/oder Hand.

Die Prognosezahlen bzgl. Lärm und Abgasen sind entsetzlich! Und es geht auch nicht nur um den Direktverkehr Nord-Süd, wie Matthias ahnt, sondern auch um Schwerverkehr aus Richtung Fulda und Kassel – nicht umsonst ist die A66 bereits 6-spurig!!
Es geht hier um ein komplettes AutobahnKREUZ in Bornheim. Der Ausbau der Ostumgehung ist nur der Anfang, Matthias! Und jetzt überlege nochmal, ob Du weiterhin “geteilter Meinung” bleibst!?!
Und wenn sie das bauen wollen – dann sollen sie es gefälligst so planen und bauen, dass wir weiterhin hier leben können! Dafür setzen wir uns ein. Und das lohnt sich in jedem Fall!

Andrea am 08. Dezember 2006 um 08:47

Nachschlag – Autobahnbau und Pisa-Studie:

Sehr geehrter Verkehrsminister Alois Riehl,
das Doppelte von vier Fahrspuren ergibt ACHT Fahrspuren und nicht sechs!!
Merke: 2 x 4 = 8

Nun wundert mich auch nicht länger, dass die Prognosezahlen für Verkehr und Lärm “nach unten korrigiert” werden konnten, ohne dass der Minister es bemerkte, wenn er 2 x 4 = 6 rechnet.

Herr Minister, bitte informieren Sie sich doch VORHER über Ihre “eigene” Planung, bevor Sie sich mit ihr brüsten!
Mit freundlichen Grüßen

Andrea am 08. Dezember 2006 um 09:42

Liebe Andrea, warum regst Du Dich denn so über Matthias auf..? Er hat doch auch geschrieben: “..aber für uns Bernemer ein großer Einschnitt wegen zusätzlichem Lärmpegelanstieg und zusätzlichem Feinstaub..” und damit das Problem erkannt. Was mich betrifft: natürlich bin ich auch gegen Autobahnausbau und Verschlechterungen der Lebensqualitäten in den betroffenen Stadtteilen – aber demnächst gibt es mal einen Bericht, wie es Anwohnern ergeht, die ihre Wohnung “in bester Lage” Berger Strasse Ecke Saalburgstrasse (Hoher Durchgangsverkehr!!! Weil Allee oft dicht!!!) haben.. Ich bin bereits seit mehreren Jahren mehr als Lärm- und Schadstoff(Feinstaub-)geplagt von auswärtigen Autofahrern, die MITTEN DURCH unser schönes Bornheim donnern, statt aussenrum zu fahren.. (Und ne Lärmschutzwand auf dem Marktplatz..? Unvorstellbar..)
Und eben aus diesen Gründen kann ich mich auch nicht so ganz entscheiden, was wirklich besser ist.
Zumal ich nicht nur Anwohnerin, sondern auch Autofahrerin bin.

Sixtyseven am 08. Dezember 2006 um 09:43

hallo andrea,
die verdoppelungder fahrbahn bezieht sich nicht auf die spuren, sondern auf die fläche… derzeit sind 4 spuren auf einer breite von normalerweise 3 spuren angelegt. daher auch die aktuelle enge und entsprechende wichtige geschwindigkeitsregelung…. bei doppelter flächer werden dann 6 normale spuren zur verfügung stehen. angemerkt sei zudem, das beschleunigungs- und bremsspuren an auf- und abfahrten nicht zu durchgangsspuren zählen und daher fälschlicherweise von euch immer als vollwertige spuren definiert werden…..

die a661 wird eine standard 6 spurige autobahn und nicht 8, 10, 12 etc spurig…

Tim Peschelt
Mitglied der CDU Fraktion im OBR 4

tim am 08. Dezember 2006 um 16:08

@Matthias+sixtyseven:
Wenn es so rüberkam, dass ich mich über Matthias aufregte, dann möchte ich mich entschuldigen! Ich rege mich über die Sache AUF! Und dass so wenige wirklich infortmiert sind. …auch wenn ich Matthias direkt ansprach. Aber Missverständnsisse passieren eben – wie beim mailen auch. Sorry!

@Tim Peschelt: Die Beschleunigungs-, Brems-, Auf-, und Abfahstsspuren werden durchgängig gebaut und sind unbedingt als vollwertige Spuren zu zählen, denn die Prognosen sehen das anstehendeVerkehrchaos bereits vor, so dass diese schlussendlich mitverwendet werden. Aber das läuft glaube ich auf Haarspalterei heraus…

Um das Frankfurter Kreuz herum darf meilenweit kein öffentliches Gebäude stehen und auch keine Wohnbebauung sein.
Hier wird wissentlich ein (auseinandergezogenes) AutobahnKREUZ IN ein Wohngebiet gebaut: Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Parks und Naherholungsgebiete und Wohngebiete von sechs Stadtteilen sind hiervon direkt betroffen…

@sixtyseven:
Dieses AutobahnKreuz wird das Pendlerproblem nicht lösen. Und ich bin einfach nur echauffiert, weil hier den Frankfurtern “Sand in die Augen gestreut” wird: Am Ende haben wir nämlich BEIDES: Die Autobahn PLUS die Pendler. zB. Schwerlastverlehr Tag UND Nacht – den haben wir zZt. nämlich noch nicht!
Ich bin auch Autofahrer (vor allem, weil ich immer so viele Requisiten hin und her transportiere). Ich würde aber auch öfter den ÖPNV nutzen, wenn ich mir denn beides gleichzeitig, budgetmäßig leisten könnte und wenn dieser in und um Ffm effektiver “ausgebaut” wäre. Und das ist locker möglich! Und nicht halb so teuer.
Ich verstehe nicht, warum die Alternativen so ignoriert werden? Alles ruft nach Umweltschutz – aber den soll bitte jemand anderes umsetzen?? …ist es nicht so…
Es ist doch paradox, zum Einen zu sagen: “Bitte weniger Autos und Lärm und Abgase” und zum anderen “Bitte mehr Straßen” – …oder!?!

Es gibt da übrigens eine “nette” Untersuchung, über die im Januar in der Süddeutschen berichtet wurde:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/800/68732/

Ich könnte ja jetzt sagen: Wir werden ja sehen, wer am Ende Recht hat – aber was nützte mir dies?

Es geht mir keinesfalls um Rechthaberei (das ist mir wichtig!), sondern um eine sorgfältige Planung, die ich fordere. Und das ist hier nicht geschehen. Und darum geht´s!

Andrea am 09. Dezember 2006 um 10:32

@andrea

hi, das am kreuz nicht gewohnt werden darf hat meines wissens nichts mit der autobahn zu tun, sondern mit dem flughafen selbst und der sicherlich gegebenen “absturzgefahr” und auch der geplanten erweiterungen. Auch sicherheitsaspekte spielen hier wohl eine rolle (terrorismus).
Aber was die A661 und autobahnen in frankfurt generell betrifft. wenn wir uns die stadt betrachten (und ich schaue hier mal über unseren tellerrand), so ist frankfurt (auch wenn der lückenausbau vollzogen ist) immer noch eine stadt in der die autobahnen gott sei dank noch nicht so überhang genommen haben wie z.b im ruhrgebiet etc. die größe frankfurts und die wichtigkeit des standortes, auch wegen der ansässigen arbeitgeber erfordert nunmal ein gewisses maß an verkehrstechnischer infrastruktur.

ich bin auch betroffen von der autobahn. wenn der wind entsprechend weht höhre ich auch den verkehr. auch für mich wird es and tagen lauter werden, nun gut, dann muß ich auch der seite der wohnung die fenster zu machen. wenn ost wind weht, dann kommen die startenden flieger direkt hier vorbei, auch das habe ich gelernt zu akzeptieren, eben weil der arbeitsplatz flughafen für über 80000 mitmenschen lebensnotwendig ist.

bis zum nächsten mal…
Tim

Tim Peschelt
Mitglied der CDU Fraktion im OBR 4

Tim am 12. Dezember 2006 um 16:27

hallo und herzliche grüße nach bornheim von einer ex-bornheimerin!
ex-bornheimerin deswegen, weil ich die dortige derzeitge und – durch den autobahnausbau – zukünftige verkehrssituation als unerträglich empfunden habe. der lärm, die unruhe, der gestank – und das alles in diesem wunderschönen und schützenswerten bornheim!

die obigen beiträge spiegeln die unterschiedlichen und jeweils berechtigten interessen wider. aber eines wird meines erachtens nicht genug beachtet: menschen, die bei der arbeit ihre volle leistung bringen sollen, die möglichst gesund (weil dann billiger) sein sollen und all die anderen anforderungen, müssen auch die möglichkeit haben, sich zu erholen. wenn überall nur noch lärm, gestank und unruhe herrscht – zusätzlich begünstigt durch die veränderten ladenöffnungszeiten – , wann und wo bitteschön tankt man auf für das inzwischen mehr als anstrengende leben?
durch meinen wegzug befahre ich nun auch die a661. wenn noch mehr menschen aus frankfurt vertrieben werden, dann brauchen wir bald noch mehr autobahnen … ganz schön verrückt alles.

ich bin jedenfalls froh, dass ich in meinem neuen zuhause nachts durchschlafen kann, die vögel zwitschern höre und meine ruhe habe.

grüße folke

folke lautenschläger am 22. November 2007 um 09:51

wahrscheinlich hat Dr. Alois Rhielent ein haeusschen irgendwo im gruenen.
ich wuerde gerne wissen wer an der ganzen sache verdient,und ich bin mir sicher,dass es auf einer gewissen ebene irgendwelche spenden bzw geschenke die zur entscheidungshilfe gab.wie kann man die buerger sonst nur so ignorieren.
diese exzessive flaechenversiegelung wird nich nur laerm,staub sondern im sommer auch einen temperaturanstieg nach sich ziehen.
GUETERVERKEHR AUF DIE SCHIENE
bornheim un seckbach gehoerten mal zu den gruensten und ruhigsten stadtteilen das ist leider jetzt schon vorbei.
und immer wieder die alte leiher mit den arbeitsplaetzen geht mir tierisch auf den sack.
mfg hennes

hennes am 22. November 2007 um 15:32

es ist eine Schande, was die Politiker mit uns machen! Der Lärm- und die Feinstaubbelastung sind immens! Der Lärm im Moment ist schon viel zu groß! Man kann nachts kein Fenster auf der Kettelerallee offen stehen lassen um zu schlafen.
Normalerweise müssten wir Bürger viel Brutaler gegen so eine Schweinerei vorgehen!
Es würde mich nicht wundern, wenn jemand auf die Idee kommt, die jetzige Autobahn bzw. ein kleines Stück davon zu sprengen um so den weiteren Ausbau vorerst zu verzögern!
Auch bei den Benzinpreisen lassen wir uns schon alles gefallen! Wenn jeden Tag eine Tankstelle in Flammen aufgehen würden, kämen die Mineralölgesellschaften vielleicht auch langsam zur Vernunft!
Wir haben die Macht uns zu wehren, wir müssen nur endlich auch endlich unsere Macht ausüben und anwenden!

joachim am 22. November 2007 um 17:12
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